SUIZID-RISIKO? Leben im Sozialismus: Lebensqualität, Gesundheit und Suizid in der DDR 1945 - 2000 Anne Stabrey

ISBN:

Published: June 10th 2014

Paperback

240 pages


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SUIZID-RISIKO?    Leben im Sozialismus: Lebensqualität, Gesundheit und Suizid in der DDR  1945 - 2000  by  Anne Stabrey

SUIZID-RISIKO? Leben im Sozialismus: Lebensqualität, Gesundheit und Suizid in der DDR 1945 - 2000 by Anne Stabrey
June 10th 2014 | Paperback | PDF, EPUB, FB2, DjVu, AUDIO, mp3, ZIP | 240 pages | ISBN: | 10.25 Mb

Es ist statistisch belegt, dass sich im Osten Deutschlands wesentlich mehr Menschen das Leben nahmen als in westdeutschen Regionen. Sogar weltweit befanden sich die Suizidziffern an vorderer Stelle. Wo liegen die Ursachen dafür? Ließ das totalitäreMoreEs ist statistisch belegt, dass sich im Osten Deutschlands wesentlich mehr Menschen das Leben nahmen als in westdeutschen Regionen.

Sogar weltweit befanden sich die Suizidziffern an vorderer Stelle. Wo liegen die Ursachen dafür? Ließ das totalitäre und wirtschaftlich schwache DDR-Regime Menschen derart verzweifeln, dass sie lieber in den Tod gingen als mit den Missständen zu leben? Wie haben Intellektuelle es geschafft, trotz Arbeitsverbotes oder Haft den staatlichen Repressionen standzuhalten, sie auszuhalten? Bestätigt sich bei näherem Hinsehen die These, Stimmungsschwankungen in der Bevölkerung spiegelten sich im Suizidgeschehen? Lassen sich Entsprechungen finden, wenn man - wie hier - Alltag und Suizidgeschehen nebeneinander betrachtet?

- Die Frage nach einer Kausalität zwischen staatlich reglementierter Einengung und Suizid ist der Schwerpunkt der Dokumentation.Eine erste Antwort darauf ist vorauszuschicken. Sie liegt in der Multikausalität von Suizid. Selten lässt sich festlegen, welchen Anteil die Lebensumstände bei der Herausbildung suizidalen Denkens hatten, meist bleiben sie als Ursachen unentdeckt.

Bekannt wird oft nur der Anlass. Nahm sich ein Bürger das Leben wegen unerträglicher familiärer Verhältnisse, ging allenfalls sein Alkoholmissbrauch in die Statistik ein, nicht aber seine - jahrzehntelang vom Staat vernachlässigten - pathogenen Wohnbedingungen. Chronische Defizite und Beschränkungen lassen sich nur in wenigen Fällen als direkte Suizidmotive belegen, - wie beispielsweise bei der Verzweiflungstat zweier hoher Funktionäre wegen der fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik oder bei der Selbstverbrennung zweier Angehöriger der Kirche. In der Vielzahl der Fälle lassen sich politische Hintergründe als ein Faktor neben anderen in der Vorgeschichte des Suizids lediglich vermuten.

Freilich haben akute staatliche Maßnahmen wie der Mauerbau oder die Zwangskollektivierung Menschen direkt in die Depression getrieben. Solche einschneidenden Vorfälle sind als entscheidende Suizidursache plausibel.Schätzenswert ist - trotz von der SED verhängten Suizid-Tabus - das Jahrzehnte andauernde, hartnäckige Bemühen von Ärzten, über Individuelles hinaus auch Erkenntnisse über den Einfluss von Lebensbedingungen zu gewinnen, um präventive Maßnahmen zu installieren.



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